Trojaner und Backdoors
Trojaner und Backdoors erlauben den Fremdzugriff und die Fernsteuerung des infizierten Systems.

Von Trojanern und Backdoors geht im Vergleich zu Viren eine ganz andere digitale Gefahr aus. Wird ein System mit einem Trojaner oder Backdoor infiziert, so öffnet der Schädling „eine Hintertür“, welche es dem Urheber des Trojaners erlaubt, auf das infizierte System zuzugreifen. Hierbei stehen dem Urheber des Schädlings viele verschiedene Möglichkeiten der Systemmanipulation und Datenspionage zu Verfügung. Beispielsweise können mit einem Trojaner Passwörter für Online-Banking-Zugänge ausspioniert werden.
Getarnte Trojaner in Freeware-Programmen
Ein Trojaner oder Backdoor besteht in der Regel aus zwei Komponenten – dem Server und dem Klient. Der Server wird auf dem System installiert, auf welchem der Zugriff ermöglicht werden soll. Dies kann beispielsweise geschehen, indem ein Krimineller einen Trojaner als Freeware-Programm tarnt und auf einer Homepage zum Download anbietet. Wird nun das angebliche Programm gestartet, bekommt der Anwender eine Fehlermeldung, die Datei sei unbrauchbar oder zerstört. Im Hintergrund jedoch installiert sich der Server des Trojaners auf dem Rechner des Anwenders.
Tojaner: Ausspionieren und Manipulieren
Ist der Trojaner-Server auf einem Rechner installiert, kann der Urheber des Schädlings mittels der Klient-Software des Trojaners auf den fremden Rechner zugreifen. Die Möglichkeiten der Datenmanipulation und –spionage unterscheiden sich je nach Art des Trojaners. Einer der bekanntesten Trojaner der Vergangenheit ist der Sub7, welcher jedoch heutzutage nahezu von jeder Antiviren-Software erkannt und sofort geblockt wird. Der Sub7 bietet dem Kriminellen eine Vielzahl an Möglichkeiten, das mit dem Server infizierte System auszuspionieren und zu manipulieren. Hierbei können beispielsweise Passwörter und vertrauliche Dateien in die Hände des Kriminellen fallen, was beispielsweise in Firmennetzwerken sehr großen, finanziellen Schaden anrichten kann.
