Wie entstehen Viren, Würmer und Trojaner ?
Heutzutage müssen keine Programmierkenntnisse vorhanden sein, um einen Virus in den Umlauf zu bringen!

In den Anfangszeiten der digitalen Bedrohung durch Viren, Würmer, Trojaner etc. musste der Urheber des schädlichen Programms noch über gewisse Programmierkenntnisse verfügen, um den schädlichen Programmcode entwickeln zu können.
Tools zur einfachen Erstellung von Viren
Jedoch existieren heutzutage vielerlei sogenannte „Virus-Creation-Tools“, mit deren Hilfe ein Virus oder Wurm ohne jegliche Vorkenntnisse erstellt werden kann. Meist geschieht dies über eine grafische Oberfläche des Creation-Tools, wobei zumeist nur ein paar Klicks mit der Maus benötigt werden, um einen individuellen Schädling zu erschaffen. Diese Tools stellen für die Internetgemeinschaft eine sehr große Gefahr dar, da sie auf gewissen Webseiten für jedermann zum Download zur Verfügung stehen. Gerade für jüngere Internetbenutzer stellen diese „Virus-Creation-Tools“ zum Teil eine große Verlockung dar. Es muss nicht einmal ein Vorsatz zum Erschaffen eines Schädlings bestehen. In vielen Fällen werden derartige Tools nur einmal schnell „ausprobiert“, ohne jedoch an die möglichen Folgen zu denken. Der schädliche Programmcode wird aus Neugier erstellt und verbreitet sich, ohne, dass dies von dem Anwender des Virus-Tools gewollt ist bzw. bemerkt wird. Ein sehr schönes Beispiel stellt der Anna-Kourinkova-Wurm dar, der vor einigen Jahren mithilfe eines „Worm-Creation-Tools“, welches von einem 14-jährigen Argentinier entwickelt und ins Internet gestellt wurde, von einem neugierigen Internetanwender aus Versehen in den Umlauf gebracht wurde. Die Folgen waren verheerend und der Internetanwender wurde hierfür zur Verantwortung gezogen.
Hohes Gefahrenpotential bilden kostenlose Fernwartungstools
Die meisten Trojaner und Backdoors finden sich heutzutage auf den entsprechenden Webseiten im Internet zumeist unter dem Deckmantel von „Fernwartungsprogrammen“ und werden frei zum Download angeboten. Ein potenzieller Datenspion oder Krimineller kann sich diese Grundformen der Trojaner mit einem Klick herunterladen und mithilfe einer mitgelieferten Einstellungssoftware auf die eigenen Bedürfnisse hin einstellen und anschließend in den Umlauf bringen.
